Die Gen-Versteherin

Pressemeldungen Die Gen-Versteherin

Edith Heard, Generaldirektorin des Heidelberger EMBL, mit internationalem Preis für Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet

Paris, 3. März 2020 – Weltweit leisten Wissenschaftlerinnen in Forschungszentren, Labors und Universitäten Herausragendes und tragen so zur Lösung der großen Zukunftsaufgaben bei. Dabei herrscht immer noch ein Ungleichgewicht der Geschlechter: In Europa sind 89 Prozent der akademischen Führungspositionen von Männern besetzt und lediglich drei Prozent der Nobelpreise für Wissenschaften sind jemals an Frauen vergeben worden.

Die L’Oréal Foundation und die UNESCO feiern mit dem Award „For Women in Science“ jedes Jahr die wissenschaftliche Exzellenz von Forscherinnen. Zu den fünf Preisträgerinnen in diesem Jahr zählt mit der Molekularbiologin Edith Heard eine in Deutschland tätige Wissenschaftlerin.

„Ich träume davon, dass eines Tages der Anteil von Frauen und Männern in den Forschungseinrichtungen kein Thema mehr sein wird“, sagt Edith Heard, Generaldirektorin des Heidelberger European Molecular Biology Laboratory (EMBL), anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem diesjährigen internationalen L’Oréal-UNESCO Preis For Women in Science. Mit ihren bahnbrechenden Forschungsergebnissen zu lebenswichtigen epigenetischen Prozessen leistet Heard unter anderem wichtige Grundlagenarbeit, um neue Wege zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs zu finden oder Zusammenhänge zwischen Umwelteinflüssen und Biodiversität besser zu verstehen. In der Epigenetik geht es darum, wie ein Genom während der Entwicklung auf vielfältige Weise wirkt, damit aus einer befruchteten Eizelle ein komplexer Organismus wird.

Mit der Auszeichnung unterstützen die L’Oréal Foundation und die UNESCO seit 1998 Frauen in der Wissenschaft, um ihnen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, das Bewusstsein für ihr Talent zu erhöhen und mehr Frauen für die Wissenschaft zu begeistern. Die Initiative erfüllt weiterhin eine wichtige Aufgabe: Weltweit beträgt der Frauenanteil in der Wissenschaft nach einer UNESCO Statistik nur 29 Prozent.

Die diesjährigen Preisträgerinnen aus fünf verschiedenen Regionen der Welt werden für ihre hervorragende Arbeit im Bereich der Biowissenschaften ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 100.000 Euro und werden zusammen mit 15 talentierten jungen Wissenschaftlerinnen geehrt.

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